Nostalgie von dem Jausentisch…

Aprikosen-Marzipan-Gugelhupf

Süße leckere Verführung!

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Der Klassiker aus Omas Backstube: Gugelhupf. In der Regel wird der beliebte Kuchen aus Hefeteig gefertigt. Jedoch gibt es mittlerweile zahlreiche Gugelhupf-Rezepte auch mit Rührteig, die schnell und einfach fertig sind. Und in Mini-Formen gebacken ist der Gugelhupf ein tolles süßes Mitbringsel für jedes Brunch oder Party. Der Gugelhupf kann mit Marzipan, Pistazien und Aprikosen verfeinert werden. Unabhängig vom Rezept ist die Backform seit jeher das Um und Auf eines gelungenen Gugelhupfs. Ob aus Metall, Keramik oder Glas, ob groß oder klein und mit oder ohne Antihaftbeschichtung: Fast alle Gugelhupfformen haben in der Mitte einen offenen „Kamin“ (auch „Zapfen“ oder „Napf“ genannt), der beim Backen dem Teig bzw. der Masse auch von innen Hitze zuführt und damit den Backvorgang verbessert. Die gerippte und damit vergrößerte Oberfläche wirkt ebenfalls in Richtung besseres Durchbacken und verleiht dem Gugelhupf seine unverwechselbare ästhetische Form – ohne diese Form kein Gugelhupf!

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Schon die alten Römer kannten den so charakteristisch geformten Gugelhupf. Um seinen Namensursprung ranken sich allerlei Legenden, mindestens genauso variantenreich sind seine Rezepte: Einen Standard sucht man hier vergebens. Lassen Sie sich im Folgenden in die historisch-kulinarische Welt des Gugelhupfs entführen. Den Gugelhupf gibt es sowohl in süßen als auch in pikanten Varianten, wobei die süßen Mehlspeisen bei weitem überwiegen, während die regionalen pikanten Vertreter häufig in der Allgemeinheit weniger bekannt sind.

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Ursprünglich ist der Gugelhupf – oder Napfkuchen – ein Kuchen aus Hefeteig, der in dem typischen hohen Napf mit einer Öffnung in der Mitte gebacken wird. Mittlerweile steht Gugelhupf vor allem für die charakteristische Form – ob aus Rührteig, Hefeteig oder Biskuit. Wir lieben den klassischen Gugelhupf mit Schokolade, marmoriert oder mit Eierlikör, aber auch saftigen Gugelhupf mit Obst wie Kirschen oder Äpfeln.

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Solange Kakao-Bohnen an Bäumen wachsen, ist Schokolade für mich Obst.

Der Gugelhupf leicht und schnell zuzubereiten und ist unverwechselbar gut im Geschmack. Ich habe mit hellem Dinkelmehl und Rohrohrzucker (aber nur die Hälfte etwa) und halb dunkle/halb Vollmilchschoko gebacken und das geht auch prima. Mir hat der Kuchen sehr gut geschmeckt. Ich habe nur mit der Tränke bewusst übertrieben, weil wir es mögen. Ich habe gleich nach dem Backen viele Löcher mit Holzstäbchen gemacht und sehr großzügig mit O-Saft, vermischt mit etwas Orangenlikör getränkt. Aber Du kannst es nur machen, falls Du es magst. Das war nur mein kleiner Tipp.

Süße Varianten: Altwiener Patzerlgugelhupf, Böhmischer Mohngugelhupf, Kapuzinergugelhupf, Ameisengugelhupf, Königin von Saba-Gugelhupf, Mayerlinger Gugelhupf, Besoffener Gugelhupf, Wiener Kriegsgugelhupf.

Pikante Varianten: 3-KäseGugelhupf, Lebergugelhupf, Krabbengugelhupf, Parmesangugelhupf, Spinatgugelhupf, Thunfischgugelhupf. Wer bei dieser Auswahl keinen passenden Gugelhupf findet, ist entweder ein Kostverächter oder aus anderen Gründen selber schuld!

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Zubereitungszeit: 50 Minuten Schwierigkeit Einfach
Kalorien: 284 kcal / Portion
Es ist wirklich sehr einfach. Achte auf die richtige Proportionen.

Woher hat Gugelhupf seinen Namen eigentlich?

„Soviel ist sicher: „Gugele“, die umgangssprachliche Version von „Cucullus“, lateinisch für Kapuze, bildet den Ursprung für den „Gugel“ in „Gugelhupf“. Ob jetzt allerdings der Name daherrührt, weil die Wiener Marktfrauen einen Napfkuchen auf dem Kopf transportiert hatten, der in seiner Form einer Kapuze ähnelte oder ob die Süßspeise ihren Namen deswegen hat, weil junge Mönche, die man aufgrund ihrer Kapuze auch „Gugelfranzen“ nannte, beim Eintritt ins Kloster ein Festgebäck, ähnlich dem Gugelhupf, serviert bekamen. Vielleicht heißt der „Gugelhupf“ aber auch nur so, weil der Teig beim Backen wie „eine Kugel aufhupft“. Wie auch immer – den Gugelhupf gibt es in vielen verschieden Variationen (etwa Marmorgugelhupf, Germgugelhupf, Steinkogler Gugelhupf u.v.m.).“ Es hört sich etwas nach Google an. Also, ziemlich lustig:)

Gugelhupf

Es gibt verschiedene Vatiationen vom Gugelhupf.

Eigentlich, Gugelhupf ist nichts anders, als ein Hefegebäck, das in einer hohen Backform gebacken wird. Diese sieht aus wie eine ‚Gugel‘, eine mehr oder weniger spitzige Kopfbedeckung.

Grimm sagt dazu:

„…
GUGELHUPF, auch gogelhopf, m., bezeichnung eines kuchens. nieder- und mitteldeutsch entsprechen topf-, napf-, asch- oder formkuchen. der zweite bestandteil dürfte zum verb. hüpfen gehören und bezieht sich auf die infolge der hefe sich wie eine gugel hebende obere fläche des kuchens. das wort ist vornehmlich oberdeutsch und reicht nur wenig in mitteldeutsche gebiete hinein. Vereinzelt bedeutet gugelhupf auch eine art gebackener nudeln: zu was für einen schleckerbiszl? vielleicht hat ihn gelust nach einen bairischen gogelhopf
…“

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Das elsässische Nationalheiligtum Gugelhupf hat nicht nur viele Namen – Gugelhopf, Guglhupf, Kougelhopf, Kugloff – sondern auch viele Geschichten über seinen Ursprung. Im Elsass backt jede traditionelle Bäckerei ihren Gugelhupf nach Hausrezept. Meistens gibt es ihn in mehreren Größen, von handlich klein zum aus der Hand Essen, bis ganz groß für die ganze Familie. Die salzigen Gugelhupf sind dagegen rar, aber man kann sie so gut wie überall bestellen. Dabei zählen die kleinsten Details: Milch und Mehl müssen warm sein, das Salz wird erst ganz am Ende in den Teig hineingearbeitet, weil dann die Hefe besser aufgeht.

Mit diesem Rezept könnt ihr wenig falsch machen, ein Gugelhupf passt immer!

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Ganz wichtig ist nur, dass Du ein Händchen für den Teig hast. Denn der ist der springende Punkt in der Geschichte. Der Teig muss wie eine Kugel aufhupfen, sonst verdient er den Namen nicht. Je runder, desto besser. Desto mehr Gugel:)

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Zutaten für 2 Stücke

  • Für den Teig:
  • 60 g Aprikosen
  • 1 Ei
  • Salz
  • 35 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 10 g Speisestärke
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2 EL Milch
  • 40 g Marzipan
  • Zum Verzieren:
  • 60 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • Außerdem:
  • geh. Pistazien zum Verzieren
  • Butter für die Form

Zubereitung Aprikosen-Marzipan-Gugelhupf

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. 2 Mini-Bundformen à 10 cm Ø (z. B. Original Kaiser Bundform aus der Serie „Pâtisserie“) mit Butter einfetten. Die Aprikosen waschen, trocken tupfen und kurz blanchieren. Dann häuten und das Fruchtfleisch würfeln.
  2. Das Ei trennen. Eiweiß mit 1 Prise Salz und 15 g Zucker steif schlagen. Die Butter mit dem restlichen Zucker schaumig schlagen. Eigelb nach und nach dazurühren. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter den Teig rühren. Das Marzipan hacken und ebenfalls unterrühren. Zum Schluss den Eischnee in 2 Portionen unterheben.
  3. Die Hälfte des Teiges auf die Förmchen verteilen. Die Aprikosenstücke daraufgeben, dann den restlichen Teig darauf verteilen. Die Küchlein ca. 30 Minuten backen. Kurz in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.
  4. Für den Guss den Puderzucker mit dem Zitronensaft und ggf. etwas Wasser zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Den Guss über die Gugelhupfe gießen und in Nasen herunterlaufen lassen. Die Pistazien auf den Guss streuen. Dann vollständig trocknen lassen.

Bei mir hat es ab dem ersten Versuch gleich geklappt. Ich hoffe, Du wirst es auch schaffen. Gerade jetzt, im Herbst, es ist eine perfekte Angelegenheit für einen warmen leckeren Gugel:)

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Des „Pudels Kern“ beim Gugelhupf ist und bleibt eindeutig dessen Form, die bekanntlich schon den alten Römern und erfahrenen Römerinnen vertraut war.

Im Anfang war die Form – und sie ist es auch bis heute geblieben!

Ich wünsche Die viel Spaß beim gugeln:)

So sah Meiner aus.

So sah Meiner aus.

Deine Xana

14 Gedanken zu “Nostalgie von dem Jausentisch…

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